Unsere dritte Tour beginnt in Thale, einem kleinen Ort bei Blankenburg.
Wir fahren steil bergauf zur Rosstrappe, parken unser Fahrzeug und genießen nach einem wenige hundert Meter weiten "steinigen" und gebührenpflichtigen Weg bei hoffentlich klarem Wetter von der Höhe der Rosstrappe die Schluchten des Bodetales.
Sie werden staunen, man fühlt sich in die Alpen versetzt.
Die Rosstrappe verdankt ihren Namen folgender Sage:
Die Königstochter Brunhilde wurde vom wilden Böhmenkönig Bodo
verfolgt, der sie gegen ihren Willen heiraten wollte. In
ihrer Todesangst wagte die Prinzessin den tollkühnen
Sprung
vom
Hexentanzplatz
über die Felsenschlucht des
Bodetals.
Der Huf ihres Rosses prägte sich
beim Aufprall auf das gegenüberliegende
Felsplateau tief in den Steinen, Bodos Pferd versagte und
stürzte mit dem Reiter in den Fluss.
Dort bewacht er, in
einen schwarzen Hund verwandelt, noch
heute
die Krone der Königstochter, die diese bei dem Sprung verlor.
Der Hexentanzplatz, ein Tierpark, das Berghotel und das Bergtheater sind von Thale aus über eine Straße oder auch mit einer Seilbahn, zu erreichen.
Wir aber setzen von der Rosstrappe aus setzen unsere Fahrt fort in Richtung Treseburg, einem kleinen Urlaubsort inmitten des Bodetales.
Die schmale Straße führt uns parallel zum Flüsschen Bode, deren Bett uns an das der uns
bereits aus Harztour 1 bekannten Oker
erinnert. Nach etwa vier Kilometern stoßen wir auf die B 81 und biegen links ab in Richtung Hasselfelde,
um dann nach drei Kilometern rechts
abbiegend auf die Staumauer der
Rappbodetalsperre, mit 75
Metern die
höchste in Deutschland, zu treffen.
Wir überqueren die 2002/03 instandgesetzte Staumauer, durchfahren den Tunnel und können dort auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz unser Fahrzeug abstellen.
Die am Tunneleingang
von Verantwortlichen der ehemaligen DDR
an
gebrachte steinerne Tafel
gibt Auskunft über den Zeitpunkt und
notwendigen Anlass zur Errichtung der Talsperre.
Über die Staumauer fahrend gelangen wir nach Rübeland und sollten nicht versäumen, die dortigen Tropfsteinhöhlen, die Baumanns- und Hermannshöhle, zu besuchen.
Über Elbingerode gelangen wir zum Endpunkt unseres Ausfluges, nach Wernigerode, einem Kleinod im Ostharz mit der wunderschönen Innenstadt, überragt von der dortigen Burg.
Anmerkung: Durch das Überfahren der Bilder mit dem Cursor entdecken Sie weitere dort hinterlegte Hinweise und Erläuterungen.
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